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Toplader Waschmaschinen im Test plus Infos und Tipps.

Waschmaschine Kaufberatung

Beim Kauf einer neuen Waschmaschine ist die Entscheidung für das richtige Gerät nicht ganz einfach. Aufgrund der großen Auswahl unterschiedlicher Fabrikate und Modelle verliert ein potenzieller Käufer schnell den Überblick. Deshalb ist es empfehlenswert, sich vor dem Kauf über einige wichtige Aspekte dieser Haushaltsgeräte zu verschaffen.

Frontlader oder Toplader

Grundsätzlich wird bei den Waschmaschinen zwischen Toplader und Frontlader unterschieden. Eine Frontlader-Waschmaschine hat an der Vorderseite eine Tür, die einem Bullauge ähnelt. Dort wird die Wäsche eingefüllt. Eine Toplader-Waschmaschine wird, wie der Name bereits vermuten lässt, von oben befüllt. Es gibt einige Menschen, die es vorziehen, eine Waschmaschine von oben zu beladen. Das ist eine individuelle Entscheidung der Vorlieben.

Toplader-Waschmaschinen weisen aber einen ganz anderen Vorteil auf. Sie sind deutlich schmaler als Frontlader-Geräte. Eine Frontlader-Waschmaschine weist eine durchschnittliche Breite von 60 Zentimetern auf. Ein Toplader ist meistens nur 40 Zentimeter breit. Ist also nicht genug Platz vorhanden, ist die Toplader-Waschmaschine die bessere Wahl.

Es gibt auch noch eine dritte Form von Waschmaschinen, die aber nur eine untergeordnete Rolle spielen. Es handelt sich um sogenannte Miniwaschmaschinen, die sich insbesondere für Wochenendhäuser oder den Campingurlaub eignen. Diese sind meistens aus Kunststoff hergestellt und lassen sich daher leicht transportieren. In einen Behälter werden warmes Wasser, Waschmittel und die Wäsche eingefüllt. Nach dem Waschgang wird das Wasser abgelassen und die Wäsche entnommen.

Das Fassungsvermögen ist wichtig

Übliche Waschmaschinen weisen Fassungsvermögen von fünf bis acht Kilogramm Wäsche auf. Dabei ist zu beachten, dass mit zunehmendem Fassungsvermögen in der Regel auch der Anschaffungspreis steigt. Für einen Singlehaushalt ist eine Waschmaschine mit einem Fassungsvermögen von fünf Kilogramm völlig ausreichend. Je mehr Personen im Haushalt leben, desto mehr Wäsche fällt auch an. Deshalb sind Waschmaschinen mit einem höheren Fassungsvermögen für größere Haushalte die bessere Wahl.

Die Programmvielfalt

Damit auch alle möglichen Textilarten gewaschen werden können, sollte eine Waschmaschine mit allen erforderlichen Programmen ausgestattet sein. Sinnvoll sind zudem Kurzprogramme sowie spezielle Programme zur Entfernung von Tierhaaren aus den Kleidungsstücken. Es gibt auch diverse empfindliche Textilarten, wie beispielsweise Seide und reine Schurwolle. Auch dafür sollten Spezialprogramme an der Waschmaschine vorhanden sein.

Die Schleuderdrehzahl

Waschmaschinen werden mit unterschiedlichen Schleuderdrehzahlen angeboten. Diese reichen von etwa 1000 bis zu 1600 Umdrehungen in der Minute. Grundsätzlich ist es so, dass die Wäsche mit einer hohen Schleuderdrehzahl deutlich trockener ist. Dadurch werden Zeit und Energiekosten bei der anschließenden Trocknung gespart. Es vertragen jedoch nicht alle Textilien hohe Schleuderdrehzahlen. Bei hochwertigen Waschmaschinen lassen sich daher unterschiedliche Drehzahlen wählen.

Genauso wichtig wie die Schleuderdrehzahl ist die Schleudereffizienzklasse. Diese ist nicht nur von der Drehzahl abhängig, sondern auch vom Durchmesser der Waschtrommel. Schleudereffizienzklassen werden von A bis G vergeben. Sie geben Aufschluss über die Restfeuchte der Wäsche. In der Klasse A beträgt die Restfeuchte der Wäsche weniger als 45 Prozent. In den niedrigeren Klassen steigt sie um jeweils etwa zehn Prozent, sodass sie in der schlechtesten Klasse G mehr als 90 Prozent aufweist.

Die Bedienung sollte einfach sein

Eine Waschmaschine sollte sich einfach bedienen lassen. Die meisten Geräte sind mit einem Drehschalter zur Wahl des Waschprogramms ausgestattet. Spezielle Funktionen sind mittels Druckschalter zu- oder abschaltbar. Bei einigen Waschmaschinen wird der Programmablauf mittels Kontrollleuchten dargestellt. Es gibt jedoch auch Geräte, die mit übersichtlichen Displays ausgestattet sind. Diese geben Auskunft über die verbleibende Zeit und der gewählten Schleuderdrehzahl. Zudem lassen sich solche Maschinen auch so einstellen, dass sie zu einer bestimmten Uhrzeit mit dem Waschen beginnen.

Seit Kurzem gibt es auch Waschmaschinen, die mit einem Internetzugang versehen sind. In der Regel verbinden sie sich mittels WLAN mit dem Router. Diese Technik hat den Vorteil, dass sich die Waschmaschine mittels Smartphone und der passenden App auch von unterwegs einschalten lässt. Zudem erhält der Anwender wichtige Hinweise per E-Mail.

Es ist auch sinnvoll, sich vor dem Kauf einer Waschmaschine über die Reinigung des Flusensiebs zu informieren. Früher oder später ist diese Arbeit auf jeden Fall erforderlich. Bei einigen Geräten ist das Flusensieb gut erreichbar und lässt sich einfach reinigen. Es gibt aber auch Waschmaschinen, bei denen dieses Vorhaben etwas umständlich ist.

Auf die Verbrauchswerte achten

Da eine Waschmaschine zu den größten Verbrauchern in jedem Haushalt gehört, sollte beim Kauf auf die Werte geachtet werden. Die Verbrauchswerte sind anhand eines EU-Labels ersichtlich. Dort sind die sogenannten Energieeffizienzklassen von A bis G aufgeführt. Eine Waschmaschine sollte möglichst die Energieeffizienzklasse A erreichen. Aktuelle Waschmaschinen sind sogar noch besser und erreichen die höchste Stufe A+++. Als Grundlage werden stets 220 Waschgänge pro Jahr gerechnet. Gute Waschmaschinen benötigen dafür etwa um die 200 Kilowattstunden.

Der Verbrauch von Wasser spielt natürlich ebenfalls eine Rolle. Dieser sollte bei den obligatorischen 220 Waschzyklen nicht mehr als 10000 Liter im Jahr betragen. Besonders wenig verbrauchen Geräte, die mit einer Mengenautomatik ausgestattet sind. Diese nehmen sich nur so viel Wasser, wie sie benötigen. Der Wasserverbrauch richtet sich nach der jeweiligen Wäschemenge in der Waschtrommel.

Einige Hersteller von Waschmaschinen bieten Geräte mit der Endung ECO an. Diese sind mitunter baugleich mit Modellen, die dieses Kürzel nicht tragen. Der Kunde geht in dem Fall davon aus, dass die etwas teurere Maschine mit der Endung ECO sparsamer sein muss. Das ist nicht immer so. Mitunter bezieht sich das Kürzel ECO auf die Herstellung. Die Herstellung findet beispielsweise in Werkshallen statt, die mit erneuerbaren Energien beheizt werden. Deshalb sollte sich keiner von diesem Kürzel täuschen lassen. Es ist sinnvoll, die Verbrauchswerte exakt zu vergleichen.

Waschmaschinen sollten nicht so laut sein

Ein wichtiger Aspekt, der nicht immer beachtet wird, ist die Lautstärke. Diese wird in dB(A) auf dem EU-Label dargestellt. Die Luftschallemission sollte möglichst unter 60 dB(A) liegen. Beim Schleudern kann es etwas mehr sein, da der Schleudergang in der Regel nur wenige Minuten dauert. Da ein Waschgang mitunter bis zu drei Stunden dauert, kann sich ein lautes Betriebsgeräusch schnell als störend erweisen.

Fazit

Beim Kauf einer Waschmaschine lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Das gilt für das Fassungsvermögen, dem Funktionsumfang und natürlich insbesondere für die Verbrauchswerte. Nur so kann vermieden werden, dass sich ein vermeintliches Schnäppchen hinterher als unwirtschaftlich und teuer erweist.